TCM

Was versteht man unter Traditioneller Chinesischer Medizin

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Mensch als ganzheitliche energetische Einheit gesehen, deren Befinden durch die Lebensenergie Qi beeinflusst wird. Das Qi strömt auf den sogenannten Meridianen durch den gesamten Körper. Kann diese Lebensenergie nicht mehr ungehindert fließen, stagniert sie oder ist unausgeglichen verteilt, hat dies negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Mit verschiedenen Behandlungsmethoden versucht die TCM energetische Staus zu lösen, die innere Balance herzustellen und das Qi wieder in Fluss zu bringen. Die TCM wird als Präventivmaßnahme zur Stärkung der Gesundheit eingesetzt. Zudem ist sie eine wirksame ganzheitliche Behandlungsform, um entstehende Krankheiten abzuwehren und bestehende Krankheiten zu behandeln.

 

Mögliche Ursachen für ein beeinträchtigtes Qi:
• physische oder psychische Erkrankungen
• Verletzungen
• Stress
• ungesunder Lebenswandel
• starke emotionale Empfindungen z. B. Wut oder Trauer

 

 

 

 

Wie läuft eine TCM-Behandlung ab

Am Beginn einer Behandlung der Traditionellen Chinesischen Medizin steht eine ausführliche Anamnese. Dabei kläre ich mit Ihnen Ihren aktuellen Gesundheitszustand ab. Dann führe ich eine Zungen- und Pulsdiagnose durch. Während mir die eingehende Betrachtung der Zunge Aufschluss über Ihre körperliche Verfassung gibt, lassen sich durch das Ertasten des Pulses Rückschlüsse auf Ihre Lebensenergie Qi schließen. Aufgrund der Ergebnisse aus allen drei diagnostischen Bereichen definiere ich dann die geeigneten Behandlungsformen für Ihre TCM-Therapie. Die verschiedenen TCM-Behandlungen finden meist im Liegen statt und dauern je nach Anwendung von einigen Minuten bis zu einer halben Stunde. Gerne können Sie dabei eine beruhigende Hintergrundmusik hören.

 

Die drei Säulen der TCM-Diagnostik:

Anamnese

Zungendiagnose

Pulsdiagnose

Breites TCM-Behandlungsangebot

Bei meinen TCM-Therapien wende ich verschiedene TCM-Methoden an. Je nach Krankheitsbild, Ursache oder Symptomen einer Erkrankung kombiniere ich dabei auch mehrere Behandlungsformen. Mit den nachfolgenden TCM-Anwendungen ist es mir möglich, eine maßgeschneiderte TCM-Therapie für Sie zusammenzustellen.

Akupunktur

Schröpfen

Moxibustion

Gua Sha

Shōnishin

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Ziel dieser Behandlungsform ist es, den gestörten oder blockierten Energiefluss der Lebensenergie Qi wieder in Gang zu bringen. Dafür setze ich an exakt definierten Akupunkturpunkten dünne Akupunkturnadeln mal mehr, mal weniger tief in oder unter die Haut. Durch das Setzen der Akupunkturnadeln ist es möglich, Staus und Blockaden zu lösen, das Qi in andere Bahnen umzuleiten und dadurch wieder ein Gleichgewicht zu schaffen. Neben der klassischen Körper- und Ohrakupunktur wende ich in meiner Praxis zusätzlich Sonderformen der Akupunktur an, wie die Schädelakupunktur und die Laserakupunktur.

Schädelakupunktur nach Yamamoto

Bei dieser japanischen Akupunkturform werden die Akupunkturnadeln hauptsächlich am Kopf gesetzt. Die Schädelakupunktur eignet sich insbesondere zur Behandlung von akuten Schmerzsymptomen. Dementsprechend nutze ich sie bei Notfallbehandlungen, bei akuten Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei neurologischen Erkrankungen und Nervenschädigungen.

Laserakupunktur

Bei dieser Akupunktursonderform wird anstelle von Nadeln ein Lasergerät zur Aktivierung des Qi benutzt. Diese vollkommen schmerzfreie Behandlung nutze ich insbesondere für eine Akupunktur bei Kindern.

Schröpfen

Schröpfen ist ein wirkungsvolles, traditionelles Therapieverfahren, mit dem die Durchblutung des Gewebes gefördert, Verspannungen gelöst und Schmerzen gelindert werden. Durch die Anregung des Stoffwechsels ist die Schröpftherapie zudem ein wirksames Mittel, um schädliche Schlackenstoffe aus dem Körper auszuleiten. Für die Behandlung setze ich kleine, kugelförmige Schröpfgläser direkt auf die betroffenen Körperpartien auf und erzeuge mit Hilfe einer speziellen Pumpe ein Vakuum. Der dabei entstehende Unterdruck bewirkt, dass das Gewebe stärker durchblutetet wird, Energieflüsse aktiviert und Stauungen und Blockaden gelöst werden. Die Behandlung führt unter Umständen zu blauen Flecken (ähnlich einem Knutschfleck), die vollkommen unbedenklich sind und sich nach kurzer Zeit zurückbilden.

Moxibustion «Moxa-Therapie»

Bei diesem uralten Heilverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin stimuliere ich gewisse Akupunkturpunkte mithilfe von Wärme. Durch das vorsichtige Abbrennen von Moxakraut, das aus getrocknetem Beifußgewächsen hergestellt wird, kann die wohltuende Wärme über die Akupunkturpunkte in den Körper eindringen. Sie hilft dem Körper Kälte abzubauen und bringt die Lebensenergie Qi in Bewegung. Diese Behandlung hat harmonisierende Wirkung, mobilisiert die Selbstheilungskräfte und wird speziell bei Schwächezuständen nach chronischen Erkrankungen angewendet.

Gua Sha

Gua Sha ist eine effektive Therapiemethode, bei der ich die Hautoberfläche mit der abgerundeten Kante eines speziellen Schabwerkzeugs bearbeite. Vom Hals abwärts streiche ich mit dem Gua Sha Werkzeug tannenbaumförmig über den zuvor eingeölten Rücken. Auf diese Weise wird das Gewebe bis in tiefe Schichten aktiviert. Überschüssige Stoffwechselprodukte werden abtransportiert. Die Durchblutung und der Lymphfluss werden angeregt. Die Zellversorgung wird optimiert. An der Hautoberfläche entstehen durch die kraftvoll ausgeführten Schabbewegungen unbedenkliche Hautrötungen und mitunter punktuelle Einblutungen, die sich nach einigen Tagen zurückbilden. Die Behandlung selbst wird als meist als wohltuend und entspannend empfunden. Die Methode zeigt gute Wirkung bei der Therapie von Rücken-, Glieder- und Kopfschmerzen sowie bei Muskelverspannungen oder Nackenschmerzen. Durch die Immunstimulation ist Gua Sha auch bei Atemwegserkrankungen und rezidivierenden Infekten wirksam.

Shōnishin

Bei dieser in Japan entstandenen Akupunkturform kommen anstelle von Akupunkturnadeln Instrumente aus Silber und Gold zum Einsatz. Shōnishin wurde speziell für die Behandlung von Säuglingen und Kindern entwickelt. Durch behutsame Streich-, Klopf- und Vibrationstechniken an den Reflexzonen, in bestimmten Körperarealen und entlang der Meridiane versuche ich energetische Störungen zu beseitigen. Mit der sanften Behandlungsmethode kann ich das energetische System, das vegetative Nervensystem, das Tiefenwahrnehmungssystem und Lymphsystem des Kindes erreichen. Die Shōnishin Akupunktur ist daher bei einer Vielzahl von Beschwerden des Kindes, wie Schlafstörungen, Koliken (Schreibabys durch 3-Monats-Koliken), Unruhe, Infektanfälligkeit, Angstzuständen, Allergien, Asthma, ADS/ADHS, Kopfschmerzen etc. eine wirksame Therapieform.